Der Rechtsanwalt: ein kurzer Überblick

Im Durchschnitt führt jeder deutsche Bürger einen größeren Rechtsstreit in seinem Leben. Spätestens dann wird die Hilfe eines Anwalts benötigt. Allerdings ist deren Wissen auch in vielen anderen Belangen interessant. Beispielsweise bei Beratungen oder dem Aufsetzen von Verträgen.

Der Lange Weg zum Anwalt

Rechtsanwalt zu werden erfordert viel Ausdauer. Denn zunächst muss in vielen Fällen ein überdurchschnittliches Abitur abgelegt werden. Besonders gute Universitäten, haben nach wie vor einen Numerus Clausus. Darunter ist zu verstehen, dass nicht alle Bewerber zum Studium zugelassen werden. Die Auswahl wird anhand des Abiturschnitts vorgenommen. Damit haben nur die besten Schüler die Möglichkeit, an solchen Universitäten das Fach Rechtswissenschaft zu studieren. Allerdings gibt es auch Universitäten, die über keine Zulassungsvoraussetzungen verfügen. Das Studium muss hier nicht zwingend „schlechter“ sein. Nur das Ansehen ist in vielen Fällen geringer.

Das Studium der Rechtswissenschaft ist für seinen hohen Schwierigkeitsgrad bekannt. Nur ein Bruchteil der Studenten schließt es tatsächlich ab. Nach einem anstrengenden Grundstudium, folgt die Belegung des Schwerpunktes. Hier wird der Grundstein gelegt, später einmal ein Fachanwalt zu werden.

Die Qual der Wahl: Rechtsanwalt oder Fachanwalt

Bei einem rechtlichen Problem, stehen die Mandanten vor der Wahl, ob sie zu einem Rechtsanwalt oder zu einem Fachanwalt gehen sollen. Dabei ist besonders das rechtliche Problem zu berücksichtigen.

Bei Fachanwälten handelt es sich um Rechtsanwälte, die sich auf ein Rechtsgebiet spezialisiert haben. Beispielsweise könnte es sich bei einer solchen Spezialisierung um das Verkehrsrecht oder das Familienrecht handeln. Je aufwendiger der Rechtsfall ist, desto sinnvoller ist es, sich im Bereich der Fachanwälte umzusehen.

Denn bei einem komplizierten Verkehrsunfall könnten die „normalen“ Anwälte überfragt sein. In Folge dessen müssten sie sich erst in die Thematik einarbeiten. Das ist zwar prinzipiell kein Problem, allerdings benötigt es Zeit. Diese Zeit lässt sich der Jurist gut bezahlen. Die Rechnung wird für den Mandanten somit recht teuer ausfallen. Die Fachanwälte verlangen aufgrund ihrer Spezifizierung meist ein höheres Honorar, allerdings entfällt die Phase der Einarbeitung. Damit kann sich der Gang zu den Fachanwälten finanziell lohnen.

Die Leistungen der Anwälte

Häufig herrscht Uneinigkeit darüber, in welchen Fällen denn überhaupt ein Anwalt benötigt wird. Es muss sich dabei nicht immer um eine Vertretung vor Gericht handeln.

So kommen sie beispielsweise häufig zum Einsatz, wenn ein Vertrag aufgesetzt werden soll. Das ist etwa bei einem Ehevertrag sinnvoll. Einen Vordruck zu unterschreiben, der nicht an das Ehepaar angepasst worden ist, kann nicht auf den speziellen Einzelfall angepasst werden. Dies könnte im Fall einer Scheidung für eine der Parteien sehr teuer ausfallen. Aus diesem Grund können Eheveträge von einem Fachanwalt für Familienrecht angepasst werden. Ebenso sieht die rechtliche Lage bei Arbeitsverträgen aus. Auch in diesem Fall ist es nicht zwingend erforderlich, einen Juristen aufzusuchen. Wenn dieser Weg jedoch gewählt wird, dann kann der Vertrag genau auf das Arbeitsverhältnis angepasst werden. Etwa könnten dadurch die spezifischen Arbeitstätigkeiten festgehalten werden.

Wenn ein Rechtsfall vor Gericht geht, kann Anwaltszwang bestehen. Das heißt, der Mandant hat keine andere Wahl, als sich einen Anwalt zu nehmen. Wenn dies aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, muss ein gerichtlicher Anwalt in Anspruch genommen werden. Die Kosten übernimmt der Staat. Die Beratung ist in diesem Fall jedoch meist weniger ausführlich.



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This entry was posted on 14. Dezember 2017 and is filed under Allgemein. Written by: . You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.